Die Geschichte als Audiodatei:


Das Gleiche in Textform:

Hallo und danke, dass Du da bist.

Mach‘ es Dir bitte, wie immer bequem. So wie beim letzten Mal, oder vielleicht sogar noch ein Stückchen bequemer, so wie es Dir in diesem Moment am besten passt.

Und während Du das machst, kannst Du vielleicht schon mal langsam anfangen, ein paar Gedanken loszulassen, die für den Moment nicht ganz so wichtig sind.

Und, wer weiß, vielleicht bleiben ein paar Dinge, die dich beschäftigen, die Du nicht gleich loslassen möchtest.

Du kannst dich mit ihnen gerne etwas mehr beschäftigen, sie gründlich durchdenken oder dich sogar darüber ärgern, dass es sie gibt.

Die Entscheidung dafür liegt, wie immer, ganz bei Dir.

Und ich frage mich, ob Du es auch merkst, wenn die Ruhe sich ganz langsam ausbreitet.

So, dass man das erst gar nicht merkt, denn sie muss nicht gleich ganz tief werden, die Ruhe.

Sie hat das Recht, sich Zeit zu lassen.

Denn in jeder Ruhe ist auch ein Stückchen Spannung vorhanden, die auch wichtig sein kann.

Und deshalb ist die Ruhe manchmal nicht immer gleich da, sondern kommt erst nach einer gewissen Zeit mit der richtigen Tiefe.

Und während deine Muskeln sich lockern und gleichzeitig etwas tiefer in ihre eigene Schwere sinken, muss die Schwere nicht gleich dieses angenehme Gefühl sein, wie ein Stein es haben muss, wenn es von der Sonne angenehm warm wurde.

So dass diese Wärme Lockerung und Energie in den Körper bringt.

Und diese angenehme Schwere kann langsam kommen und sich Zeit lassen, wie wir es von jeder guten Entspannung kennen.

In ihrem eigenen Tempo.

Und Du musst sie nicht gleich überall spüren, die Schwere.

Denn es kann ja auch erst das wohlige Gefühl sein, das Du an den Stellen spürst, wo deine Kleidung deine Haut bedeckt.

Die angenehme Schwere der Kleidung auf der Haut.

Sie ist ja auch nicht gleich überall da.

Und während sich diese angenehme Schwere langsam ausbreitet, wird es vielleicht auch in deinen Gedanken etwas stiller, etwas weniger stürmisch.

So wie in einem Wasserglas, in dem etwas Sand drin ist.

Wenn Du dieses Wasser mit einem kleinen Löffel umrührst, werden die Sandteile aufgewirbelt, sie verteilen sich im Wasser und drehen sich mit dem Wasser zusammen.

Und wenn Du aufhörst zu rühren, bleibt das Wasser noch eine Zeit lang in Bewegung.

Irgendwann wird es allmählich ruhiger und es hört langsam auf, sich zu drehen.

Und auch die Teilchen werden ruhiger und schweben eins nach dem anderen langsam tiefer nach unten.

Sie sinken angenehm schwer auf den Boden und kommen dort zu ihrer ganz eigenen Ruhe.

Und wenn Du genauer hinschaust, siehst Du vielleicht, dass die schwereren Körnchen zuerst nach unten sinken.

Übrig bleiben dann nur feinere Teilchen, die im Wasser fast schwerelos schweben.

Manche von ihnen sind so fein, dass sie kaum schwerer sind als das Wasser selbst.

Sie bleiben noch eine Zeit lang darin schweben, wie ein dichter Nebel.

Und wenn Du lange genug wartest, sinken auch sie immer tiefer durch ihre eigene Schwere und bilden vielleicht sogar ein gleichmäßiges Muster, wenn sie auf dem Boden angekommen sind.

Und Du kannst auch sehen, dass das Wasser immer klarer wird.

Und irgendwann ist es so, als wäre gar kein Sand mehr im Wasser.

Alle Teilchen liegen in ihrer angenehmen Schwere am Boden.

Das Wasser ist ruhig geworden.

Du kannst jetzt die Dinge viel klarer sehen.

Lass dir ruhig genug Zeit dafür, um entspannt zu beobachten, wie sich manches so klärt.

Wie die Dinge so geschehen, wenn man ihnen genug Zeit gibt.

Es ist gut zu wissen, dass manche Dinge ihre eigenen Gesetze und ihre eigene Zeit haben.

Das merkt man oft nicht, denn es sind oft Dinge, die unbemerkt an einem vorbeigehen.

Doch auch sie kommen nach einer Zeit zur Ruhe, sinken in ihrer ganzen Schwere nach unten.

Wenn wir sie einfach sein lassen.

Wenn wir es geschehen lassen, wie es ihnen entspricht.

Mit der Fähigkeit, sich dem Lauf der Teilchen anzupassen.

Die Dinge geschehen zu lassen.

Um sich über die zunehmende Klarheit zu freuen.

Und den besseren Durchblick zu haben.

Der vielleicht nicht gleich da ist.

Sondern mehr und mehr möglich wird.

Genauso wie die zunehmende Ruhe im Wasserglas, die irgendwann kommt, wenn man aufhört zu rühren.

Und vielleicht möchtest Du dieses Gefühl der Ruhe und des besseren Durchblicks noch eine Zeit lang genießen.

Und kommst nicht gleich, sondern irgendwann in deiner eigenen Geschwindigkeit klarer, freier und leichter wieder zurück, in diesen Raum und in diese Zeit.

Um dich angenehm frisch und gut erholt wieder wach für den Alltag zu fühlen.