Die Geschichte als Audiodatei:


Das Gleiche in Textform:

Hallo und danke, dass Du da bist.

Und während ich mich freue, dass Du hier bist und mir zuhörst, kannst Du es Dir gerne schon mal bequem machen.

Und während Du das machst und vielleicht sogar schon die Augen geschlossen hast, hörst Du vielleicht immer noch ein leises Nachklingen der Stimmen und der Geräusche von vorhin.

Vielleicht nimmst Du auch andere Dinge wahr, mehr oder weniger bewusst, und gleichzeitig mag der eine oder andere Gedanke da sein oder ein Eindruck, eine Empfindung.

Darunter gibt es auch welche mit größerer Reichweite und auch mit größerer Tiefe.

So als würdest Du den Blick heben von den Dingen, die vor dir liegen, und in die Weite schauen, locker wahrnehmen, und dabei die eine oder andere Spannung loslassen.

Und während Du das machst, kannst Du gerne deinen Weg finden in deine ganz eigene, persönliche Ruhe.

Immer tiefer hinein, und vielleicht hin und wieder merkst, dass jede Ruhe nicht wie die vorherige ist.

Die eine Ruhe tiefer, die andere breiter.

Und während sich bei Dir Deine persönliche Ruhe einstellt, darfst Du dich schon auf dieses angenehme Gefühl freuen, von deinem kleinen Haus am Berg die Treppe Stufe für Stufe abwärts zu gehen, Stück für Stück, tiefer und tiefer.

Um zu wissen, dass da am Ende ein kleiner Durchgang ist, der zu dieser wunderschönen Wiese führt.

Und wenn Du magst, darfst Du es Dir erlauben, auf diese Wiese zu gehen, mit der Gewissheit, dass dein Haus am Berg immer in der sichtbaren Nähe ist, und dich jederzeit mit Ruhe und Geborgenheit erfüllt.

Und während Du auf der Wiese gehst und die Natur um Dich herum genießt, kommst Du irgendwann an einen wunderschönen kleinen See mit spiegelglattem Wasser.

Und Du bleibst vielleicht kurz stehen, um diesen See zu beobachten, wie er so still und ruhig zwischen den Bäumen liegt.

Und während Du ihn dir anschaust, merkst Du, wie ein Wassertropfen von einem Baum in den See fällt.

Und dieser Tropfen, der hineinfällt, lässt kleine gleichmäßige Wellen entstehen, die sich auf dem See ausbreiten, in alle Richtungen und völlig gleichmäßig.

Und auch wenn der Tropfen sehr klein ist, viel kleiner als der See, verformt er das Wasser, wenn er es durch den Aufprall zum ersten Mal berührt.

Und lässt dabei gleichmäßige Wellen entstehen, die sich gemütlich in alle Richtungen ausbreiten.

Und während sich die Wellen so ausbreiten, ist an der Stelle, wo der Tropfen in den See hineingefallen ist, das Wasser als Erstes wieder ruhig.

Und es kommen irgendwann noch weitere Tropfen hinzu, die in den See hineinfallen. Und mit jedem Tropfen wird der See größer.

Das merkt man vielleicht gar nicht, doch mit jedem dieser Tropfen wird der See größer und ein bisschen tiefer.

Und womöglich ist diese Ruhe, die von diesem See ausgeht, auch wieder eine ganz eigene Ruhe.

Eine Ruhe, die nicht wie die vorherige ist.

Vielleicht eine Ruhe, die besonders mild ist und auch ein wenig tiefer als die Ruhe davor.

Und mit jedem Tropfen, der hineinfällt, wird er größer und wird auch etwas schwerer.

Und jeder Tropfen ruft die gleichmäßigen Wellen hervor, die sich immer wieder gemütlich über den See ausbreiten und sich dabei immer wieder von ihrem Ursprung entfernen.

So dass jeder Tropfen nicht an dieser einen Stelle bleibt.

Jeder Tropfen macht den See größer, verbindet sich mit ihm, wird Teil davon.

Und mit jedem Tropfen verändert sich der See ein wenig, auch wenn man es vielleicht nicht sieht.

Er liegt weiterhin still und ruhig zwischen den Bäumen.

Bleibt so beständig wie er vielleicht schon seit Ewigkeiten da ist.

Und doch jedes Mal etwas anders, auch wenn man es vielleicht nicht immer sieht.

Und wenn der See etwas von dem Wasser wieder abgibt, an die Bäume, in die Luft, in die kleinen Flüsse um ihn herum, was ständig geschieht, so geht es nicht verloren.

Es kommt wieder woanders hin und fällt vielleicht als Regen herunter und bildet wieder Pfützen und Flüsse und Seen gemeinsam mit vielen anderen Tropfen oder Schneeflocken oder es macht vielleicht andere Seen tiefer und verändert sie damit.

So dass jeder Wassertropfen auf seiner eigenen Reise ist und war im Laufe der Jahrtausende vielleicht schon mit jedem anderen Tropfen mal verbunden, war Teil von ihnen.

So könnte man sagen, jeder Wassertropfen ist eins mit allen anderen Wassertropfen. Auch wenn sie ständig im Fluss sind und sich verändern.

Und ich weiß nicht, ob dieses Gefühl der Ruhe, das dieser See vermittelt, noch tiefer wird, wenn man sich die Zeit gibt, sich hinsetzt und ihn auf sich gemütlich wirken lässt.

Während ein Tropfen nach dem anderen fällt.

Und der See trotzdem immer die gleiche Ruhe ausstrahlt, auch wenn er sich mit jedem Tropfen unmerklich verändert.

Und Du darfst gerne ein Stück Ruhe und Gelassenheit mitnehmen, die von diesem See ausgeht. Etwas von seiner Beständigkeit, so wie er schon seit Ewigkeiten da ist, zwischen diesen Bäumen, die ihm kühlen Schatten spenden und ihn beschützen.

Und nun bringst Du aus dieser tiefen Ruhe so viel du magst und löst dich jetzt wieder von diesen Eindrücken und diesen Bildern.

Und kommst in deiner eigenen Geschwindigkeit wieder zurück.

Stellst dich, so wie es für dich am besten passt, auf das Hier und Jetzt ein.

Auf diesen Raum und diese Zeit.

Um frisch und gut erholt deinen Alltag freudiger und gelassener zu gestalten.

Vielen Dank dafür, dass Du dir Zeit genommen hast.