Die Geschichte als Audiodatei:


Das Gleiche in Textform:

Hallo und danke, dass Du wieder hier bist.

Du kannst schon mal gerne die für dich richtige Haltung finden.

Und während Du das machst, merkst Du vielleicht schon, wie manche Dinge des Alltags langsam ein Stück aus Deinem bewussten Denken weichen.

Und während noch einige Gedanken kommen und gehen, kannst Du dich schon mal in einen Zustand der Ruhe bewegen, wie Du ihn bereits kennst.

Und so wie die Sonne im Laufe des Tages die Erde wärmt, kannst Du auch hier vielleicht eine leichte innere Wärme spüren, einen Hauch von angenehmer Wärme, die uns alle umgibt.

Und die eigene Schwere, die Spannung in den Muskeln ablöst und sich gleichzeitig manchmal wie eine Leichtigkeit anfühlt.

Und je mehr Leichtigkeit da ist und sich ausbreiten kann, in deinem Körper, aber auch in deinen Gedanken, inneren Bildern und Gefühlen, desto klarer kann die Gegenwart in Dir werden.

So wie bei einem Sonnenaufgang, kann sich zuerst ein kleiner Lichtpunkt zeigen, oder mehrere kleine helle Punkte, die sich dann ausbreiten und heller werden. Und dann irgendwann alles mit ihrer angenehmer Wärme füllen.

So dass sich die Gegenwart erkenntlich machen kann.

Vielleicht als die kaum wahrnehmbare, sanfte Bewegung der Luft um dich herum oder die kaum wahrnehmbare Berührung deiner Haare auf deiner Stirn, oder das leichte Gewicht der Kleidung auf deiner Haut.

Das, was man nur selten bewusst gespürt hat.

Das, was die Nähe und die Tiefe der Gegenwart zeigen kann.

Und wenn Du dir genug Zeit lässt, um die Gegenwart präsenter werden zu lassen, durch eine außerordentliche klare Präsenz, kannst Du es vielleicht wirklich genießen, bei Dir zu sein.

Und wenn Du diese Klarheit der Gegenwart auf Dich einwirken lässt, merkst Du vielleicht, dass es da einige Dinge aus der Vergangenheit und aus dem Tagesgeschehen gibt, die noch da sind.

Die an dir hängen mögen, vielleicht wie leichte Wassertropfen an deiner Haut, in deinen Haarer oder in den Falten deiner Kleidung.

Und diese Tropfen sind unterschiedlich groß, hier ist zum Beispiel ein Gedanke, dort vielleicht ein etwas größerer Tropfen eine Sorge.

Sie sind auch manchmal unterschiedlich gefärbt, dort vielleicht ein etwas dunklerer Tropfen mit Ärger drin und hier ist hellerer Tropfen mit Freude.

Du kannst Sie gerne in aller Ruhe betrachten, und während Du das machst, merkst Du vielleicht auch, dass je länger Du das machst, desto mehr Tropfen fallen von dir ab, manche fallen runter weil sie so schwer sind, manche verflüchtigen sich, weil sie so leicht sind.

Und ich frage mich, ob Du diese Leichtigkeit merkst, die dadurch größer wird, je mehr Tropfen eins nach dem anderen von dir abfallen.

Und dadurch diese Leichtigkeit immer größer wird, die vielleicht auch eine Art von Erleichterung mit sich bringt, ein angenehmes Gefühl einer klaren Gegenwart.

Einer außerordentlichen, klaren Präsenz, so als gäbe es kein Vorher und kein Hinterher.

Nur Leichtigkeit der Gegenwart.

Und wenn es kein Vorher und kein Hinterher gibt, gibt es auch kein Fortschreiten der Zeit. Die gibt es nämlich nur dann, aber nicht jetzt.

Und ich weiß nicht, wie tief Du diese Leichtigkeit der Gegenwart genießen kannst.

In der eigenen Schwere oder Leichtigkeit, angenehm umhüllt von der Wärme, dir Dir Friede und Geborgenheit in diesem Moment gibt.

Und immer wenn Du Dich kurz hinsetzt und Dich bewusst in Deine eigene Schwere sinken lässt, kannst Du vielleicht merken, wie Dein Atem ruhiger fließt und wie das Gefühl der angenehmen Wärme sich in Dir ausbreitet.

Und wenn Du das machst, merkst Du vielleicht auch, wie die Alltagstropfen von Dir abfallen. Ganz still und leise, so dass Du es vielleicht anfangs gar nicht sofort bemerkst.

Sondern vielleicht erst später, wenn Du merkst, wie Du es genießen kannst, bei Dir zu sein.

Und wenn Du merkst, wie sich manches ganz von alleine in die richtige Ordnung gebracht hat. Denn diese Art der Ordnung geschieht meistens im Stillen.

Vielleicht schüttelst Du dich innerlich aber auch bewusst etwas deutlicher, um noch ein paar lästige Tropfen loszuwerden.

Und dann kannst Du es vielleicht noch deutlicher merken, wie die Leichtigkeit der Gegenwart dadurch noch mehr zunimmt.

Ein angenehmes Gefühl einer klaren Gegenwart, das dich umhüllt.

Lass Dir bitte ruhig etwas Zeit, um diese Leichtigkeit ausgiebig zu genießen.

Und wenn Du soweit bist, kannst Du dich langsam in deiner eigenen Geschwindigkeit auf den Rückweg machen.

In diesen Raum und in diese Zeit.

Dabei alles das mitnehmen, was Dir gut tut und Dir hilft, bei Dir zu sein.

Und kommst dann ausgeruht und erleichtert hierher zurück, um wieder vollständig, wach und klar wieder hier zu sein.

Ich bin Dir sehr dankbar, dass Du Dir dafür Zeit genommen hast.