Abfuhr bekommen – was nun?

Abfuhr bekommen

Abfuhr bekommen.
Wie geht man damit um?

Jede (wirklich jede!) Dating-Tipp-Webseite sagt, eine Abfuhr ist total gut für dich. Du lernst irgendwann damit umzugehen und dadurch bringt sie dich weiter und macht dich zu einem richtigen Mann.

Die Logik dahinter ist für mich total nachvollziehbar. Ich finde eine Abfuhr trotzdem schmerzhaft – und zwar jedes Mal, wenn ich sie bekomme.

Kannst du auch nicht mit einer Abfuhr umgehen? Wahrscheinlich schon, sonst wärst du jetzt nicht hier.

Wir schauen heute zusammen auf die Frage, was eine Abfuhr eigentlich bedeutet, wie man mit ihr umgeht und wie man sie am besten vermeiden kann.

Die Psychologie einer Abfuhr – was steckt dahinter?

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Keiner will allein sein, zumindest nicht auf Dauer.

Deshalb suchen wir nach sozialen Kontakten. Dazu gehört auch das Ansprechen von Frauen, ob für eine Beziehung oder einfach um Spaß zu haben.

Wir brauchen einfach jemanden, mit dem wir eine angenehme Zeit verbringen können.

Wenn ich eine Frau attraktiv finde und sie anspreche, gehe ich das Risiko einer Abfuhr ein. Niemand ist davor gewahrt – auch nicht Leonardo Di Caprio. Auch er kriegt ab und zu eine Abfuhr, vielleicht nicht ganz so oft wie du und ich, aber dennoch.

Was sagt uns die Frau, wenn sie uns einen Korb gibt?

Eigentlich gibt es drei Varianten dessen, was sie uns damit sagen will:

  • Ich mag dich definitiv nicht.
  • Ich weiß zwar noch nicht, ob ich dich mag, aber es passt gerade nicht.
  • Ich mag dich zwar, aber es wird nichts mit uns beiden.

Variante 1 ist die eindeutigste von allen. Damit sagt mir die Frau, dass sie es sich unter keinen Umständen vorstellen kann, mit mir zusammen zu sein.

Variante 2 ist nicht so eindeutig. Die Frau hat sich noch nicht entschieden. Sie gibt mir einfach zu verstehen, dass es ihr gerade nicht so gut passt. Vielleicht hat sie keine Zeit oder sie ist noch nicht über ihren Ex hinweg oder ihr Hund musste gestern eingeschläfert werden.

Variante 3 ist auch nicht so einfach. Die Frau kann in diesem Fall schon einen Freund haben oder sogar verheiratet sein. Sie findet mich vielleicht gar nicht so schlecht, aber ein äußerer Umstand zwingt sie dazu, mir einen Korb zu geben.

Okay, ich muss zugeben, dass es noch eine vierte Variante gibt. Die Frau will manchmal einfach nur spielen und treibt dich dadurch in den Wahnsinn.

Das kann dann aber wirklich kompliziert werden, weil sie oft selbst nicht genau weißt, was sie will.

Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn ich diese letzte Variante außen vor lasse. Ich will diesen Post nämlich nur ungerne zu einem Liebesroman werden lassen.

Warum mögen wir es nicht, eine Abfuhr zu bekommen?

Eine Abfuhr ist schmerzhaft – und zwar unabhängig davon, wie stark und selbstbewusst du bist.

Ihre Wirkung geht dann höchstens von „katastrophal“ hin zu „unangenehm, aber Kopf hoch und weiter geht’s“. Aber selbst für die stärksten unter uns ist eine Abfuhr keine angenehme Erfahrung.

So wie es aussieht, ist eine Abfuhr jedoch nicht zu vermeiden. Je mehr Frauen ich anspreche, desto öfter bekomme ich sie.

Doch warum ist es eigentlich so unangenehm, einen Korb zu kriegen?

Als ein soziales Wesen wünschen wir es, von vielen Mitmenschen gemocht zu werden. In Harmonie mit der Umwelt zu leben und nur das Positive vom Leben zu bekommen.

Doch ein Leben hat nicht nur positive Seiten. Wenn wir uns aus der Deckung trauen und Frauen ansprechen, bekommen wir meist leider eine Ablehnung.

Dabei ist es nun mal so, dass Männern die aktive Rolle beim Ansprechen zugewiesen wird. Von ihnen wird erwartet, dass sie aus der Deckung kommen und das Risiko einer Abfuhr auf sich nehmen.

Doch angenehm ist das trotzdem nicht. Der Abgewiesene weiß ja meistens nicht, um welche der drei Abfuhr-Varianten es sich handelt. Und wie nah er am eigentlichen Ziel gewesen ist, bevor er es verfehlt hat.

Und weil das Ganze so unangenehm ist, reden wir Männer nur sehr ungerne darüber. Wer gibt schon gerne freiwillig zu, dass jemand anders ihn nicht mag? So etwas gibt es höchstens in irgendwelchen Beziehungsbüchern nachzulesen, wie zum Beispiel dem Buch Abgeblitzt von Sebastian Leber

Mag sie mich wirklich nicht?

Wir haben doch gerade über drei verschiedene Abfuhr-Varianten gesprochen. Sie führen zwar alle zum gleichen Ergebnis, doch eigentlich ist nur die erste Variante richtig unangenehm.

Nur in der ersten Variante sagt mir die Frau, dass sie mich definitiv nicht mag. Und deshalb bekomme ich nur in diesem Fall eine waschechte Abfuhr.

Die beiden anderen Varianten sind doch hingegen eher harmlos, oder? Dort geht es gar nicht um mich, sondern um irgendwelche äußeren Umstände, die ich eh nicht beeinflussen kann.

Kannst du dir vorstellen, dass die Varianten 2 und 3 ungefähr 90% der gesamten Abfuhren ausmachen? Dass es meistens einfach nicht passt – entweder gerade nicht oder generell nicht.

Das ist doch ziemlich ermunternd, oder? Zu wissen, dass man bei einer Abfuhr eigentlich kaum etwas zu verlieren hat. Weil es nicht um dich sondern meist um etwas anderes geht, was überhaupt nicht in deiner Einflusszone ist.

Denk’ doch mal kurz darüber nach.

Was heißt das denn nun, zu wissen dass es bei einer Abfuhr gar nicht um dich sondern um die äußeren Umstände geht?

Dadurch verliert die Ablehnung ihren negativen Touch. Sie wird vielmehr zu einer Klärung. Man bekommt von der Frau dadurch ein klares Feedback darüber, dass es vielleicht gerade nicht passt.

Das ist es auch schon, viel mehr ist es nicht.

Um noch eins draufzulegen: Je früher diese Klärung stattfindet, desto besser ist es für dich. Danach ziehst du einfach weiter, ohne unnötig Zeit zu verlieren und dich mit jemandem zu beschäftigen, dem es gerade (oder generell) einfach nicht passt.

Und: du kannst diese frühe Klärung sogar selbst provozieren, indem du die Frau polarisierst. Das haben wir schon in unserem Beitrag über das Polarisieren ausgiebig besprochen.

Durch das Polarisieren findest du heraus, ob sie zu dir passt, und nicht umgekehrt. Du verstellst dich nicht, um jemandem zu gefallen, und das ist auch gut so. Denn auf Dauer kann man sich sowieso nicht ständig verstellen. Irgendwann kommt dein wahres Ich sowieso heraus und wer weiß, wie sie dann darauf reagiert.

Wie verhalte ich mich nach einer Abfuhr?

Du weißt jetzt, dass es bei einer Ablehnung meist gar nicht um dich geht.

Es ist natürlich trotzdem unangenehm – genau so wie einige andere Aktivitäten, zum Beispiel das Vortragen vor einem großen Publikum.

Du fragst dich doch sicherlich: Wie kann ich meine Angst vor eine Abfuhr mindern?

Genau so wie beim Vortragen, macht hier die Übung den Meister.

Das heißt, man muss sich nur möglichst oft aus der Deckung wagen und die eigene Komfortzone bewusst verlassen.

Wenn man eine Abfuhr oft kassiert hat, verliert sie früher oder später ihren Schrecken.

Allerdings gilt auch hier der Grundsatz „von nichts kommt nichts“. Am Ende des Tages gewinnt nur derjenige, der viel einsetzt und viel versucht. Die Aktivität wird früher oder später belohnt. The winner takes it all.

Eins darfst du zudem nicht vergessen: Je mehr du einer Frau hinterher läufst, desto uninteressanter wirst du für sie. Nur selbstbewusstes Verhalten zieht Frauen an, weil es einen hohen Status des Mannes demonstriert.

Wie kann ich eine Abfuhr vermeiden?

Natürlich kannst du eine Abfuhr vermeiden. Dafür gibt es im Grunde genommen zwei Strategien:

  • Du sprichst keine Frauen an.
  • Du wartest, bis die Frau den ersten Schritt macht (da kannst du aber lange drauf warten, es sei denn, du bist ein Rockstar oder ein Milliardär oder am liebsten beides).

Wie du siehst, stellt die Vermeidung einer Abfuhr keine Lösung dar. Dafür ist eine Abfuhr viel zu nützlich, weil sie dich über bestehende Inkompatibilitäten aufklärt und es dir erlaubt, schnell weiterzuziehen und es woanders zu versuchen.

Siehst du das auch so? Was sind deine Abfuhr-Erfahrungen? War dieser Post für dich hilfreich? Ich freue mich über dein Feedback.